it’s best to arrive, no matter what they say.
By: Jara
Kategorie: am wegesrand, Basel, Fernheimweh, gespür, selbst
Heute konnte ich Basel zum ersten mal beruehren. Wie mit dem kleinen Zeigefinger vorsichtig anstupsen und leise streicheln.
Das regennasse Pflaster riecht gut beim ankommen aus dem Norden. Die Farbe des Rheins glitzert wohlig, dunkel lilablau geheimnisvoll und passt zum regenverhangenen Himmel. Der halbangemalte Turm blinkt mit seine roten Augen in den Abend. Die Fabriklichter und die Strassenlaternen spiegeln sich im Flusswasser wie orange zuengelflammen. Das Tram rattert im Hintergrund an mir vorbei, still auf der Dreirosenbruecke stehend.
Und da ist es passiert. Die Stadt ist nicht mehr eine Stadt, an die ich mich herantaste. Bei der, wenn ich in ihr ankomme, von der Autobahn aus die Chemietuerme sehe und dann die kleine strassen und bruecken ueber den fluss, es nicht mehr nur ein seltsames zuckgefuehl im inneren gibt, ein vorsichtiges herantasten ohne anzukommen.
sondern fuer einen kurzen moment war sie ganz da, ich konnte sie greifen,beruehren. und sie mich.
jetzt kann sie meine werden.
der weitere weg, war nicht mehr nur irgendeiner, sondern ein Zuhauseweg. einer der vielen moegliochen zuhausewege hier. einatmen und fest aufs pflaster auftreten aber eine leichtigkeit und glueckshopsen ganz innendrin zu spueren.
wenn mein Rucksack von daenemark nicht auf die schultern gedrueckt haette, waere ich noch stundennlang durch die stadt, durch basel gelaufen. um weiter zu greifen und beruehren.
und: die huegelberge in der ferne sahen durch die tiefe Regenwolkenfront ploetzlich so aus wie der Tafelberg. Tablemontain, Tablecloth. Eine andere Heimatsiluette. Das eine Heimatland und das andere, ploetzlich so nah aneinander.
